Narben sind das sichtbare Ergebnis der körpereigenen Wundheilung nach Operationen, Verletzungen oder Verbrennungen. Dabei wird das Gewebe durch Kollagenfasern ersetzt, die zwar stabil, aber häufig weniger elastisch sind. Dies kann zu Verklebungen im Binde- und Fasziengewebe führen, welche die Durchblutung, den Lymphabfluss und die Gewebemobilität beeinträchtigen. In der Folge entstehen nicht selten Schmerzen, Spannungsgefühle, Bewegungseinschränkungen oder funktionelle Störungen in angrenzenden Strukturen.
Indikationen
Die Narbentherapie ist angezeigt bei:
Methodisches Vorgehen
Der/die Medizinischer/Medizinische Masseur/in setzt gezielte manuelle Techniken ein, um das Narben- und umgebende Fasziengewebe zu mobilisieren.
Dazu gehören:
Zielsetzung und Wirkung
Die Behandlung verfolgt mehrere Ziele:
Ergebnis für die Patientinnen und Patienten
Durch die Narbentherapie können lokale Beschwerden reduziert und funktionelle Einschränkungen verbessert werden. Zudem trägt sie dazu bei, die Regeneration zu fördern und die Lebensqualität nachhaltig zu steigern. Auch ältere Narben können durch gezielte Behandlung positiv beeinflusst werden.